Pfarrer Eberhard

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Anton Eberhard
21.07.1866 – 08.06.1927
Wallfahrtspriester, Drittordensdirektor,
Gründer der Anna-Schwestern

Pfarrer Anton Eberhard war eine kräftige, kluge und organisatorisch talentierte Persönlichkeit. Er hatte eine imponierende Gestalt und zeichnete sich aus durch eine gediegene Bildung, reiche seelsorgerliche Erfahrung und unermüdlichen Eifer. Als Wallfahrtspriester nahm er sich der Sorgen und Nöte der Pilger an und suchte beharrlich Wege, auf denen er der Not der Familien vor allem in den Kriegs- und Nachkriegsjahren entgegenwirken könne.

Als Freund der Armen und Bedrängten trug er selbst die Not der Menschen in seinem Beten zu Unserer Lieben Frau am Gnadenaltar der Wallfahrtskirche vom Schönenberg.

Seine soziale Einstellung erklärt sein Bemühen um die Gründung einer Schwesterngemeinschaft, die sich speziell der Not der Familien annehmen sollte, denn, so sagte Pfarrer Eberhard: Auf die Familie kommt es an.

Zur Patronin seiner Gründung erwählte er die Heilige Mutter Anna. Die Regel des III. Ordens vom Heiligen Franz von Assisi wurde die Grundlage des inneren Lebens seiner Anna-Schwestern.

Gott segnete das Lebenswerk von Pfarrer Eberhard. Es war eine Antwort auf den sich stets wandelnden Anruf der Zeit und ist es bis heute geblieben.

21. 07.1866 geboren als Sohn eines Volksschullehrers in Dischingen, ältestes von 6 Kindern.

22.07.1890 Priesterweihe in Rottenburg/Neckar Leitwort: „Unser Wirken ist nur Dienen, von Gott kommen die Gnaden.“

19.08.1890 Vikar in Schömberg Krs. Balingen

Aus der alten Kirche stammt die wertvolle Figurengruppe Mutter Anna Selbdritt, die Vikar Eberhard in den Mittelpunkt seiner Mütterpredigten stellte.

02.02.1892 Vikar in der Industriestadt Neckarsulm

21.11.1895 Stadtpfarrverweser in Böblingen.

08.11.1901 Kaplan in Ellwangen.

  • Dienst in Kirche und Schule,
    Mitglied im Verwaltungsrat der Marienpflege

11.05.1911 Pfarrer auf dem Schönenberg bei Ellwangen

  • Seine Liebe und Sorge galt dieser Gnadenstätte unserer Lieben Frau vom Schönenberg
  • Durch die Berufung der Redemptoristen auf den Schönenberg förderte er die Exerzitienbewegung in der Diözese.

28.08.1921 Immer deutlicher erkannte er die Wichtigkeit der Familienpflege. Im Jahr 1921 konnte er den Plan verwirklichen, eine Schwesterngemeinschaft ins Leben zu rufen, die sich speziell der Familien annehmen sollte.

23.11.1923 Seine erhielt Gründung die Bischöfliche Genehmigung. Neben der Aufgabe als Wallfahrtspriester galt der jungen, schnell wachsenden Schwesterngemeinschaft seine ganze Kraft.

08.06.1927 Nach schwerem Leiden gab er im Alter von 61 Jahren sein Leben Gott zurück. 70 Anna-Schwestern trauerten an seinem Grab.