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Geistlicher Tag für Postulantinnen und Novizinnen der Diözese in Rottenburg

Am 14. Juni 2010 traf sich der „Ordensnachwuchs“ und die Formationsleiterinnen der Diözese zu einem geistlichen Tag im Priesterseminar in Rottenburg. Teilnehmerinnen waren die Franziskanerinnen von Sießen und Reute, die Vinzentinerinnen von Untermarchtal und wir Anna-Schwestern, Franziskanerinnen von Ellwangen.

Der Tag begann mit einem freudigen Wiedersehen und einem gemeinsamen Imbiss. Danach führte uns Regens Andreas Rieg durch das Priesterseminar und erläuterte uns die Abläufe. Der Regens leitet mit dem Seminarkollegium das Priesterseminar und ist verantwortlich für die zweite Phase der Priesterausbildung nach dem Theologiestudium. Zum Abschluss der Führung wurde gemeinsam der Engel des Herrn in der Kapelle gebetet. Als nächstes war eine kleine Wallfahrt zu Fuß ins Weggental geplant. Hier hatte, in einer stillen Zeit in der Kirche, jeder die Möglichkeit seine Anliegen vor Gott zu bringen, bevor auf dem Rückweg noch ein Abstecher in den Rottenburger Dom den Weg beendete.

Am Nachmittag und Abend war Zeit zum Austausch mit Weihbischof Thomas Maria Renz, dem Ordensreferenten der Diözese. Es begann mit einem gemeinsamen Kaffee trinken, dem ein aktueller Austausch  und ein Schriftgespräch folgte. Weihbischof Renz hatte zwei Bibelstellen mit Berufungen von Propheten (Jer  1,4-10 und Jes 6,1-13) ausgewählt. Dabei ging es auch um unsere persönliche Berufung. Für uns war es ein sehr wertvoller Austausch. Am Abend gingen wir gemeinsam mit  Weihbischof Renz Pizza essen.

Zum Abschluss fand noch ein spontaner Besuch bei Frau Mildner in ihrer Katakombe statt.  Sie ist die Stifterin und Gründerin der Oase. Die Oase will den KlientInnen ein abstinentes Leben mit maximaler Freiheit und einer selbstverantworteten Lebensführung ermöglichen. Zielgruppe sind chronisch mehrfachgeschädigte Abhängigkeitskranke, speziell Alkoholabhängige. Die Katakombe ist geistliche Heimat der Oase in der Klostergasse 9 in Rottenburg. Hier finden sich Alkoholiker und Andere in einem umgebauten Mostkeller zum Gottesdienst zusammen und schöpfen gemeinsam Kraft, um die Sucht zu bewältigen. Frau Mildner erzählte uns von ihrem Leben und ihrer Arbeit. Wir werden den Besuch nicht so schnell vergessen. Es ist bemerkenswert, was diese Frau tut !

 

Wohin ich dich sende, sollst du gehen, und was ich dir auftrage,
sollst du verkünden. Fürchte dich nicht … (Jer 1, 7-8)

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